Go von Profitec
Profitec

Go

Single Boiler
  • Leistung1300 Watt
  • Wassertank-Volumen2.8 Liter
  • Aufheizsystem TypSingle Boiler
929,99 €

Preisvergleich · 4 Shops

Stand: 26. Mai 2026
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Profitec Go – Präzision im kleinsten Footprint

Die Profitec Go ist die kompakteste Maschine im Sortiment des deutschen Herstellers aus Neckargemünd und eine der meistdiskutierten Siebträgermaschinen in der Einstiegs- bis Mittelklasse. Mit einer Gehäusebreite von nur 21 cm schafft sie einen echten Siebträger-Footprint, der auf nahezu jeder Küchenarbeitsplatte Platz findet – ohne dabei Kompromisse bei Verarbeitung oder Extraktionsqualität einzugehen. Das Ergebnis ist eine Maschine, die in ihrer Preisklasse technisch deutlich mehr mitbringt, als auf den ersten Blick sichtbar ist.

Profitec positioniert die Go als zugänglichen Einstieg in die Welt der professionellen Heimzubereitung. Wer bisher mit einfachen Padmaschinen oder Vollautomaten gearbeitet hat und nun den Schritt zur manuellen Kontrolle wagen möchte, findet hier ein Gerät, das diesen Übergang mit durchdachten Feedback-Werkzeugen erleichtert: PID-Display, Shot Timer, Druckmanometer und ein extern zugängliches Überdruckventil sorgen dafür, dass Extraktion keine Blackbox bleibt.

Design und Verarbeitung

Die Go kommt in fünf Farbvarianten: Schwarz, Rot, Gelb, Blau sowie Gebürsteter Edelstahl als Exclusive-Line-Variante. Das Gehäuse besteht aus Edelstahl, der Rahmen wirkt solide und spielfrei. Die Tasten und Hebel sind klar beschriftet und reagieren präzise. Profitec legt traditionell großen Wert auf Fertigungsqualität – die Go macht hier keine Ausnahme. Bei einem Gewicht von 12,9 kg steht sie stabil auf der Arbeitsfläche und zeigt dabei keine Bewegung beim Einsetzen oder Lösen des Siebträgers.

Die Abmessungen von 21 × 36,2 × 38,1 cm (B × T × H) sind für einen vollwertigen Siebträger ausgesprochen kompakt. Der Siebträger selbst hat den Industrie-Standard von 58 mm – das bedeutet volle Kompatibilität mit einem breiten Ökosystem an Sieben, Tamper-Stationen und Zubehör. Die Tassenheizplatte auf der Oberseite ist elektrisch beheizt, was im Alltag ein kleiner, aber spürbarer Komfortgewinn ist.

Ring-Brühgruppe und schnelle Aufheizzeit

Technisch besonders interessant ist die sogenannte Ring-Brühgruppe der Go. Im Gegensatz zu klassischen Brühgruppen (wie dem thermisch trägen E61-System) ist die Ringbrühgruppe thermisch direkt an den Boiler gekoppelt und heizt sich daher sehr schnell auf. Das Ergebnis ist eine Aufheizzeit von typischerweise 5 bis 7 Minuten – deutlich weniger als bei vielen Konkurrenzmodellen mit ähnlicher Bauweise. Tests zeigen reale Messwerte von rund 7,5 Minuten bis zur vollständigen Betriebsbereitschaft, was für einen Boiler dieser Klasse bemerkenswert ist.

Für den Alltag bedeutet das: Die Go lässt sich morgens einschalten und ist in ähnlicher Zeit einsatzbereit wie eine Kapselmaschine – mit dem Unterschied, dass am Ende ein vollwertiger Espresso im Glas landet. Der ECO-Modus erlaubt es zusätzlich, einen Timer zu programmieren, der den Boiler nach einer definierten Ruhezeit automatisch abschaltet. Wer morgens um dieselbe Zeit aufsteht, kann die Maschine so vorheizen lassen, bevor der erste Kaffee fällig wird.

PID-Steuerung – Temperaturpräzision auf ein Grad genau

Das PID-System der Go erlaubt die Einstellung der Brühtemperatur in Ein-Grad-Schritten. Der Boiler hält die gesetzte Temperatur laut unabhängigen Tests auf ±1 °C stabil – auch über mehrere aufeinanderfolgende Bezüge. Das ist in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit. Viele günstigere Maschinen regeln die Temperatur lediglich über einen einfachen Thermostaten, was zu spürbaren Schwankungen zwischen den Shots führt.

Die Möglichkeit, die Temperatur zu verstellen, ist für die Espressozubereitung mehr als ein technisches Detail: Verschiedene Kaffees extrahieren optimal bei unterschiedlichen Brühtemperaturen. Helle Röstungen profitieren häufig von höheren Temperaturen um 94–96 °C, dunkle Röstungen von etwas niedrigeren Werten. Wer gerne verschiedene Kaffees probiert und das Beste aus jeder Röstung herausholen möchte, wird die Flexibilität des PID schnell zu schätzen wissen.

Einstellbares Überdruckventil – ein Feature der Extraklasse

Eines der auffälligsten technischen Alleinstellungsmerkmale der Profitec Go ist das extern zugängliche Überdruckventil (OPV). Während bei den meisten Maschinen dieser Preisklasse der Brühdruck ab Werk fest auf 9 bar eingestellt und nur mit Werkzeugaufwand veränderbar ist, lässt sich das OPV der Go von außen mit einem einfachen Schraubendreher zwischen 8 und 12 bar einstellen. Das ist eine Funktion, die normalerweise erst bei deutlich teureren Geräten zu finden ist.

In der Praxis bedeutet das: Wer mit niedrigerem Druck experimentieren möchte, um weichere Extraktionsprofile zu erzielen, kann das ohne Demontage der Maschine tun. Dieser Ansatz eröffnet Möglichkeiten zur Druckoptimierung ohne zusätzliche Kosten für einen Flow-Control-Umbau. Für Einsteiger mag das zunächst nebensächlich erscheinen, aber erfahrenere Heimbaristas werden diese Flexibilität als wertvollen Spielraum wahrnehmen.

Shot Timer und Brühdruck-Manometer

Das PID-Display der Go dient gleichzeitig als integrierter Shot Timer – eine Funktion, die in dieser Preisklasse keineswegs Standard ist. Der Timer läuft automatisch beim Bezug mit und zeigt die Extraktionszeit in Sekunden an. Zusammen mit dem frontseitigen Druckmanometer, das den tatsächlichen Brühdruck während des Bezugs anzeigt, entsteht ein direktes Feedback-System: Zu kurze Bezugszeit bei korrektem Druck weist auf zu grobes Mahlgut hin, zu langer Bezug bei hohem Druck auf zu feines. Diese Werkzeuge helfen dabei, systematisch an der Qualität zu arbeiten, anstatt nach Gefühl vorzugehen.

Milchaufschäumen mit der Dampflanze

Als Single-Boiler-Maschine verwendet die Go denselben Kessel für Brühen und Dampfen. Das hat eine direkte Konsequenz: Nach dem Espressobezug muss die Maschine zunächst in den Dampfmodus wechseln, was rund 40–60 Sekunden Wartezeit bedeutet, bevor die Dampflanze die nötige Temperatur erreicht. Wer ausschließlich Espresso trinkt, merkt davon nichts. Wer täglich mehrere Cappuccinos oder Latte Macchiatos zubereitet, sollte diesen Arbeitsfluss einkalkulieren.

Die Dampfleistung der Go ist für eine Single-Boiler-Maschine solide. Milchkännchen bis 0,6 Liter lassen sich gut aufschäumen; die Lanze erlaubt feinen Mikroschaum für Latte Art, erfordert aber etwas Übung. Kein Dampfdruckmanometer vorhanden – die Kontrolle des Aufschäumens erfolgt ausschließlich taktil und visuell. Das ist für geübte Baristas kein Nachteil, für Einsteiger eine kleine Lernkurve.

Wassertank, Alltagstauglichkeit und ein fehlendes Feature

Der 2,8-Liter-Wassertank ist herausnehmbar und lässt sich separat befüllen – für den Alltag praktisch. Eine Wasserstandsanzeige fehlt allerdings, was bedeutet, dass der Tank regelmäßig manuell kontrolliert werden sollte. Auffällig ist das Fehlen eines separaten Heißwasserhahns: Wer Americanos zubereiten oder Tassen vorspülen möchte, muss auf eine externe Wasserquelle zurückgreifen. Das ist bei einem Gerät in dieser Preisklasse ein bemerkenswertes Versäumnis und in Tests als einziges wirkliches Manko hervorgehoben worden.

Für wen ist die Profitec Go geeignet?

Die Profitec Go spricht Heimbaristas an, die einen strukturierten Zugang zur Espressozubereitung suchen und bereit sind, sich mit Mahlgrad, Dosis und Extraktionsparametern auseinanderzusetzen. Die eingebauten Feedback-Werkzeuge – PID, Shot Timer, Manometer, OPV – machen die Maschine zum lehrreichen Alltagsgerät. Wer täglich ein bis zwei Espressos zieht, gelegentlich Milch aufschäumt und Wert auf reproduzierbare Ergebnisse legt, ist hier gut aufgehoben.

Weniger geeignet ist die Go für Haushalte, in denen täglich viele Milchgetränke in schneller Folge gefragt sind – dort wäre ein Heat-Exchanger oder Dualboiler die sinnvollere Wahl. Im Vergleich mit ähnlich positionierten Geräten wie der Gaggia Classic Pro oder der Lelit Victoria findet sich die Go in einer technisch gut begründeten Mittelposition: mehr Komfort und Feedback als die Gaggia, weniger Komplexität als Modelle mit automatischer Vorbrühfunktion oder Flow Control.

Technische Daten

Technik & Heizung

Aufheizsystem TypSingle Boiler
Leistung1300 Watt
Aufheizzeit6 Minuten
PumpentypVibrationspumpe
BrühgruppentypStandard
KesselmaterialEdelstahl
Mehrfachboiler-System

Brühgruppe & Extraktion

Brühgruppen-Anzahl1 Anzahl
Filterkorb-Durchmesser58 mm
Vorbrühfunktion
Shot Timer integriert
Druckprofilierung

Ausstattung & Features

MilchaufschäumerartManuell (Dampf-Lanze)
PID-Steuerung
Dampfboiler vorhanden
Mahlwerk integriert
Heizplatte für Tassen
Wassertank herausnehmbar
Automatische Reinigung
Display vorhanden
Brühdruck-Anzeige
Zeit voreinstellbar
Bluetooth/WLAN Integration
Festwasseranschluss möglich

Maße, Gewicht & Design

Gewicht12.9 kg
Maße (H×B×T)21 × 38.1 × 36.2
Höhe38.1 cm
Breite21 cm
Tiefe36.2 cm
Wassertank-Volumen2.8 Liter
GehäusematerialEdelstahl
Spannung230 Volt

Videos zur Profitec Go

Profitec Go im Test - Beste Einkreiser-Espressomaschine unter 1000 Euro?

de31:05

Unser Test der Profitec Go als Testbericht: https://www.kaffeemacher.ch/blog/profitec-go-im-test Kurz-Video als ...

Profitec Go im Kurztest - Beste Einkreiser-Espressomaschine?

de9:05

Kurzzusammenfassung des ausführlichen Testvideos auf @Kaffeemacher : https://youtu.be/YZ_bkI1kMUE Zum Testbericht: ...

Profitec Go - Ein beeindruckender Einkreiser im Test

de18:10

Heute stellen wir Euch die Profitec Go vor - eine kompakte Einkreis-Siebträgermaschine mit Ringbrühgruppe: ...

Profitec Go im Web

Häufige Fragen zur Profitec Go

Welchen Boiler-Typ hat die Go?
Die Go von Profitec verwendet einen Single Boiler. Ein Heat-Exchanger ermöglicht gleichzeitiges Brühen und Aufschäumen ohne separaten Dampfboiler.
Kann die Go gleichzeitig Espresso brühen und Milch aufschäumen?
Nein. Die Go verwendet einen Single Boiler mit einem gemeinsamen Boiler für Brühen und Dampfen. Zwischen den Modi gibt es eine kurze Wartezeit für den Temperaturausgleich.
Was kostet die Go?
Die Go ist ab 929,99 € erhältlich. Aktuelle Preise können je nach Händler variieren.

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